Tag-Archive for ◊ Spätsommer ◊

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• Freitag, September 09th, 2011

Freitag nach der Arbeit, wenn das Wochenende am längsten ist, geht es mit Molly in die Wälder, um Pilze zu sammeln – so die Theorie. In der Praxis ist es aber vielmehr so, dass wir gegenwärtig in Ermangelung eines Spätsommer-typischen Wachstums lediglich Eindrücke sammeln und diese auf digitales Zelluloid bannen.

Die Röhrlinge scheinen einen letzten Anlauf nehmen zu wollen, denn wir fanden eine vereinzelte Rotkappe und einen einsamen Rotfußröhrling und sollte sich die Witterung nun halbwegs gleichbleibend gestalten, so könnte dies sogar gelingen. Hydnum repandum (Semmel-Stoppelpilz) sendet mittlerweile in vielen Teilen der Republik seine Vorboten aus und man merkt, dass sich der Übergang Spätsommer nach Herbst relativ nahtlos vollzieht.

Nachdem ich die Tage in der Rezeptecke im Schwammer-Forum über Hexeneier gelesen hatte, wagte ich dann auch einmal das Experiment: rohes Hexenei. Und ich kann wirklich nur bestätigen, was MePe06 dort beschrieb: ein milder, aromatischer Geschmack, eine Mischung aus Rettich und Kohlrabi, fest in der Konsistenz und keineswegs ekelhaft – sofern man sich überwindet, das Ei aus seiner weniger appetitlich anmutenden Hülle zu pellen.

Für den morgigen Samstag steht wieder ein großer Ausflug auf dem Programm, den ich zusammen mit Molly bestreiten werde, denn der kleinen Dita möchte ich diese Tour im Moment noch nicht zumuten – die Distanz ist einfach zu groß und die Dauer zu lang.

Einige Fotos des heutigen Ausflugs…

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• Freitag, September 02nd, 2011

Passend zum Herbstbeginn, der Zeit der Pilze, stellt sich die große Flaute ein. Anstatt fallender Temperaturen und zunehmender Regenfälle präsentiert sich das Frankenland von seiner schönsten Sonnenseite.

Eigentlich hätten sich Molly und ich den Ausflug sparen können – eigentlich. Wir genossen den Streifzug durch die Wälder dennoch und was gibt es schöneres als eine beschauliche Auszeit nach getaner Arbeitswoche?

Momentane Vertreter der Trotz-Fraktion sind der Samtfußkrempling, einige Täublingsarten, vereinzelte Pfifferlinge, Trompetenpfifferlinge, der Amethystpfifferling, Perlpilze, unbekannte Kleinstpilze, die Gelbe Lohblüte und Baumpilze. Umso mehr überraschte mich der Fund eines Boletus calopus (Schönfußröhrling), dem die Hitze aber auch bereits ordentlich zugesetzt hatte.

Unser Korb blieb heute also relativ leer, bis auf einige Pfifferlinge und Perlpilze – mal sehen, was der morgige Ausflug in einen anderen Wald mit sich bringt.

Einige Fotos des Tages…

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• Samstag, August 27th, 2011

Entgegen sonstiger Gewohnheiten habe ich mich heute in ein sonst dem Sonntag vorbehaltenes Waldstück begeben und war dort mit Molly wirklich lange unterwegs. Kaum angekommen begann es zu regnen, aber daran störten wir uns nicht – zumindest so lange, wie es nicht aus Kübeln schüttete, was später noch der Fall war.

Ganz klar: die heftigen Temperaturen im 30° Celsius-Bereich haben meine Hoffnungen auf niedrigem Niveau gehalten, aber in diesem Wald tut sich eigentlich immer etwas. Röhrlinge sind zwar auch dort Mangelware, aber der ein oder andere Raufußröhrling verirrte sich dann doch in meinen Korb.

Was in diesem Jahr besonders auffällig ist: der Milchbrätling findet sich in großer Menge – in den Vorjahren war ich bei meinen Ausflügen froh, wenn ich 1-5 fand. Dieses Jahr sind 20 Stück pro Ausflug keine Seltenheit.

Auch die Herbsttrompeten haben seit letztem Sonntag bereits nachgelegt und so konnte ich wieder einige Exemplare an meiner Spezialstelle finden.

Die Tour führte uns durch endlose Waldabschnitte, wir waren 5 Stunden unterwegs, legten 7,6 km Distanz zurück und neben heftigsten Regenschauern stolperten wir auch über einige Erstfunde – der Hitze der letzten Tage zum Trotz.

Bevor ich nun viel Text verfasse, lasse ich einfach mal die Bilder sprechen…