Tag-Archive for ◊ Mild ◊

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• Sonntag, September 18th, 2011

Wie es die Überschrift schon verrät, hatte ich heute beide Borders dabei – somit keine Chance unterwegs zu knipsen. Einen Sack Flöhe hüten halte ich dagegen persönlich für ein Kinderspiel… einige Funde konnte ich machen, aber als ich auf einen Jogginganzug-tragenden Plastiktüten-Sammler stieß, traf ich den Entschluss, dass es für heute genug sei. 3,5 Kilometer Strecke sind aber so oder so für die kleine Dita genug und dank des intensiven Regens waren meine zwei Damen auch schön bordernass…

Fotos des Funde und eine Impression des Abendhimmels…

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• Samstag, September 17th, 2011

Die Samstags-Ausflüge haben sich mittlerweile zu einem richtigen Ritual entwickelt: Proviant am Mann für Mensch und Hund, Fotoausrüstung, GPS-Logger, Erste-Hilfe-Set (toi, toi, toi – ich will es nie benötigen) und natürlich der Korb – mittlerweile sogar wieder der Große. Die Länge dieser Touren ist inzwischen so gewachsen, dass der Akku meines Telefons beim Aufzeichnen der Route meistens irgendwann schlappmacht – daher also wieder der GPS-Logger aus alten Tagen, selbst wenn dieser die Höhenunterschiede u. a. Daten nicht so präzise aufzeichnet, wie das auf dem Telefon eingesetzte Programm.

Was an diesem heutigen Tag besonders auffiel, war die rapide Zunahme des Wachstums von Leccinum (Raufußröhrlinge), denn gleich zu Beginn fanden sich die ersten Leccibum scabrum (Birkenröhrling) sowie Leccinum testaceoscabrum (Birkenrotkappe) – allerdings nicht am erwarteten Fleck. Der „Rotkappen-Wald“ ist in diesem Jahr absolut leer, nichts, rein gar nichts zeichnet sich dort ab. Vor einigen Wochen fanden sich in dem Abschnitt zumindest Lactarius volemus (Milchbrätling), aber diese Art hat sich für dieses Jahr auch schon verabschiedet – einer fand sich aber trotzdem noch.

An gewohnter Stelle fanden sich noch einmal eine größere Menge Craterellus cornucopioides (Totentrompete), aber auch hier wird es langsam weniger. Beschweren kann ich mich darüber trotzdem nicht, da sich die Stelle als sehr ertragreicher Fleck bewiesen hat.

13:26 Uhr… der Alptraum meiner Ausflüge – ein donnernder Knall, der nachhallte. Molly zum Glück an der Leine, aber es war absolut nicht zu deuten, woher der Schuss kam. 13:28 Uhr… der zweite Schuss. Das sind die Momente, wo man sich im Wald überhaupt nicht wohlfühlt. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich Molly sehr kurz an der Leine bei mir. Der Jäger begegnete uns während der nächsten Minuten nirgends, somit lässt sich auch nicht sicher sagen, wie weit er entfernt war – ein unschönes Gefühl blieb trotzdem.

Nach diesem Schreck ging es in andere Abschnitte, wo ich einige Boletus edulis (Fichtensteinpilz) in den Korb wandern lassen konnte, bevor es in Richtung Schirnding weiterging, wo ich längs des Weges eine wunderschönes Quartett Boletus luridiformis (Flockenstieliger Hexenröhrling) entdeckte. Man kann also derzeit noch einmal einen Wachstumsschub erkennen, der sich aber in wenigen Wochen sicherlich seinem Ende zuneigen wird.

Einige Aufnahmen des heutigen Tages…

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• Freitag, September 09th, 2011

Freitag nach der Arbeit, wenn das Wochenende am längsten ist, geht es mit Molly in die Wälder, um Pilze zu sammeln – so die Theorie. In der Praxis ist es aber vielmehr so, dass wir gegenwärtig in Ermangelung eines Spätsommer-typischen Wachstums lediglich Eindrücke sammeln und diese auf digitales Zelluloid bannen.

Die Röhrlinge scheinen einen letzten Anlauf nehmen zu wollen, denn wir fanden eine vereinzelte Rotkappe und einen einsamen Rotfußröhrling und sollte sich die Witterung nun halbwegs gleichbleibend gestalten, so könnte dies sogar gelingen. Hydnum repandum (Semmel-Stoppelpilz) sendet mittlerweile in vielen Teilen der Republik seine Vorboten aus und man merkt, dass sich der Übergang Spätsommer nach Herbst relativ nahtlos vollzieht.

Nachdem ich die Tage in der Rezeptecke im Schwammer-Forum über Hexeneier gelesen hatte, wagte ich dann auch einmal das Experiment: rohes Hexenei. Und ich kann wirklich nur bestätigen, was MePe06 dort beschrieb: ein milder, aromatischer Geschmack, eine Mischung aus Rettich und Kohlrabi, fest in der Konsistenz und keineswegs ekelhaft – sofern man sich überwindet, das Ei aus seiner weniger appetitlich anmutenden Hülle zu pellen.

Für den morgigen Samstag steht wieder ein großer Ausflug auf dem Programm, den ich zusammen mit Molly bestreiten werde, denn der kleinen Dita möchte ich diese Tour im Moment noch nicht zumuten – die Distanz ist einfach zu groß und die Dauer zu lang.

Einige Fotos des heutigen Ausflugs…