Tag-Archive for ◊ Wachstum ◊

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• Mittwoch, September 07th, 2011

Aufgrund der zunehmenden Regenfälle hatte ich ein gutes Gefühl und machte mich mit Molly nach der Arbeit auf in den Wald. Entgegen meiner Erwartung hat die Feuchtigkeit noch kaum Veränderung mit sich gebracht und es sieht weiterhin recht dürftig aus. Ein erfreudlicher Fund des Abends: Boletus calopus (Schönfußröhrling) – zwar nichts für die Pfanne (GIFTIG!), aber nicht minder schön anzusehen.

Die Tour führte uns lediglich eine Stunde durch die Wälder des Wellertals – zwar nicht erfolgreich, aber erholsam 😉

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• Samstag, September 18th, 2010

Gegen 11.30 Uhr machten wir uns auf den Weg, zwar in den selben Wald wie gestern, aber von einer anderen Seite ausgehend.

Schon auf den ersten Metern zahlreiche Maronenröhrlinge und so bewegten wir uns über die riesige Moosfläche weiter zu einer Stelle, die für gewöhnlich ein Garant für Pfifferlinge ist – so auch heute.

Von dort aus ging es tiefer in das Wellertal, entlang eines Weges der uns gleich eine schöne Überraschung bot, zwar klein, aber fein:

Weiter ging es in Richtung meiner Herbsttrompeten-Stelle, denn ich erwartete mir zumindest eine Handvoll neuer Exemplare und wurde nicht enttäuscht. Zwischendurch ein kleines Päuschen kann nicht schaden:

Ein kleiner Eindruck der Herbsttrompeten-Stelle für alle die sich wundern, auf welchem Habitat diese wunderbaren Pilze gewöhnlich zu  finden sind:

Molly’s Schafporling-Herde der letzten Woche hat sich noch weiter ausgebreitet und man stellt allgemein einen massiven Zuwachs dieser Spezies in unseren Wäldern fest. Kannte ich vor einigen Jahren noch lediglich eine Stelle wo diese Art anzutreffen war, sind es mittlerweile gut sechs oder sieben Abschnitte in den umliegenden Wäldern.

Zurück auf dem Weg angekommen entdeckten wir unter einer Fichte ein Zwillingspärchen, dass ich heute zum ersten Mal wirklich bewusst als Gattung wahrnahm. Es ist zwar kein tatsächlicher Erstfund in diesem Sinne, denn ich hatte schon einmal vor Jahren ein Exemplar an der selben Stelle entdeckt, aber erst heute entstand ein „vernünftiges“ Foto und ich habe diesen Pilz kennend bestimmt:

Pilzkenner werden ihn schon als Schopftintling (Coprinus comatus, „Spargelpilz“, „Porzellantintling“ oder „Tintenpilz“) erkannt haben.

In der Nähe dieser Pilze fanden sich dann zwei Steinpilze. Das erste Exemplar war bereits sehr in Mitleidenschaft gezogen, aber noch total fest und ohne Madenfraß (nur die Schnecken haben sich ausgiebig bedient), das zweite Exemplar war dagegen nicht nur optisch perfekt:

Einige Exemplare des Zitterzahns fanden sich auf einem Baumstumpf und sind für mich ein erster früher Hinweis, dass der Herbst mit großen Schritten Einzug hält:

Und dann ging es los…

Rotfußröhrlinge!!! Wirklich bis zum Abwinken, im wahrsten Sinne des Wortes. Irgendwann hatte ich tatsächlich keine Lust mehr auf allen Vieren herumzukriechen, denn sie standen in Scharen, dass einem schwindlig werden konnte. Nur die jüngsten Exemplare fanden ihren Platz im Korb, einige größere habe ich für meinen Pilzfond mitgenommen.

Ganz in der Nähe stand dieses Pärchen:

Molly und ich bewegten uns weiter durch den Wald bis wir zu einem Fleck kamen, der vor einigen Wochen zahlreiche Steinpilze aller Größen, Formen und Farben bescherte. Aber Fehlanzeige. Was aber nicht heißen soll, dass der Weg vergebens war – überall sah man gelb:

Molly machte in der Zwischenzeit Pause, bis ich mit der Ernte fertig war:

Ein Stückchen weiter durfte ich dann diesen stattlichen Steinpilz entdecken – fest und wurmfrei:

Der Korb sah mittlerweile so aus und ich beschloss, dass es Zeit wird nach Hause zu gehen:

Eine dreistündige Tour ging zu Ende, bestes Wetter (leicht kühl, aber Sonnenschein) und ich brauche kein anderes Hobby, denn heute ist Pilze putzen angesagt:

Und zum Abschluss alle Bilder als Galerie:

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• Freitag, September 17th, 2010

Wie der Titel unschwer erahnen lässt hatten wir auch heute wieder Erfolg bei unserer Pilzsuche. Molly und ich haben uns am Nachmittag auf Tour begeben, denn die letzten Wochen der Pilzsaison 2010 wollen genutzt sein.

Zu Beginn fand ich bereits eine kleine Menge Pfifferlinge, die aber aufgrund ihrer besonders hellen Farbe zu einer anderen Varietät gehören müssen. Meine Vermutung geht in Richtung Blasser Pfifferling alias Weizenpfifferling (Cantharellus cibarius var. pallidus). Das muss ich aber noch genauer erkunden in den nächsten Wochen. Fotos vom Standort werden auch noch folgen.

Einige Meter weiter gab es dann einen Schwarzschuppigen Birkenröhrling zu bewundern, gefolgt von zwei kleinen Schwarzschuppigen Rotkappen. Am vermuteteten Standort wuchs dieses Mal keine Krause Glucke und so ging es dann letztendlich den gewohnten Weg quer durch das schöne Wellertal, dass sich von seiner herbstlichsten Seite in den schönsten Farben zeigt.

Aus weiter Ferne hallten wie auch schon letzte Woche Schüsse, aber weil diese scheinbar in wirklich großer Distanz abgegeben wurden, durfte Molly dieses Mal ohne Leine in meiner unmittelbaren Sichtweite frei laufen. Sie soll ja auch was von den Ausflügen haben, sonst kann ich gleich mit ihr durch die Stadt laufen.

Die erste halbe Stunde zog sich wie Kaugummi, kaum Funde, ein einzelner Flockenstieliger Hexenröhrling, gigantische Kolonien von Trompetenpfifferlingen, ich hatte aber keine Lust auf dem Boden herumzukriechen, um eine brauchbare Menge davon in den Korb zu bekommen…

Irgendwann dann der erste Lichtblick, der sich so darstellte:

Ich hielt es zunächst für einen Steinpilz, war aber „nur“ ein Maronenröhrling. Einige Meter weiter dann dieser schöne Bursche:

Nun gut, ein Milchbrätling in Ehren 😉

Weiter ging es kreuz und quer durch den Wald, vorbei an Feldern von Trompetenpfifferlingen und auch der Schafporling breitet sich weiter aus:

Und dann ging es plötzlich los…

Eine nicht mehr abreissende Flut an Maronenröhrlingen über eine große Moosfläche verteilt, egal wo man hin sah. Ich beschränkte mich auf die schönsten Exemplare, einige große wanderten auch in den Korb, die ich zum Fond kochen nutzen werde.

Auch die Pfifferlingsfunde waren akzeptabel, besonders in den Laubwald-Abschnitten fanden sie sich zahlreich…

Als es dann langsam dunkler wurde beschloss ich den Rückweg anzutreten, obwohl das Lichtspiel einfach genial war:

Die heutigen Funde bestanden aus Maronenröhrlingen, Pfifferlingen, Perlpilzen, Flockenstieligen Hexenröhrlingen, Trompetenpfifferlingen, Milchbrätlingen, Rotfußröhrlingen, einem Steinpilz, einem Schwarzschuppigen Birkenröhrling, Schwarzschuppigen Birkenrotkappen, Violetten Lacktrichterlingen, Mohrenkopfmilchlingen, Großen Schmierlingen, Kuhröhrlingen und Sandröhrlingen.

Optisch sieht das dann so aus:

Hier noch die Bilder des Tages inkl. derer, die nicht im Artikel eingefügt sind, als bequeme Galerie