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• Samstag, Oktober 30th, 2010

Die Jagd ging heute weiter und wieder wurde systematisch gesucht. Molly und ich haben uns erst sehr spät auf den Weg gemacht und die späte Jahreszeit lässt die Schatten massiv länger werden. Was das bedeuten soll? Ganz simpel: es wird schon relativ frühzeitig dämmrig und einem Wildschwein-Rudel möchte man nicht wirklich begegnen. Somit war es mehr ein eiliges „Hetzen“ durch den Wald als eine entspannte Tour, aber das macht nichts, denn wir hatten trotzdem unseren Spaß.

Bereits zu Beginn unserer Wanderung durfte ich mich über eine Krause Glucke freuen, denn das Konzept der systematischen Suche scheint wirklich zu funktionieren. Wie das funktioniert? Man steht mitten im Wald, hält Ausschau und klammert alle Fichten aus. Alle Kiefern, die auf große Distanz ins Auge stechen werden anvisiert und zielstrebig angesteuert. Und so war es eben auch heute und wir wurden nicht enttäuscht. Das Exemplar war relativ groß und wird als Trockenpilz verwertet.

Zwei, drei Maronenröhrlinge haben wir auch gefunden, leider bereits total unbrauchbar und ansonsten tut sich nicht mehr viel in den Wäldern. Fotos werden folgen… morgen!

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• Freitag, Oktober 29th, 2010

Man mag es gar nicht glauben, wenn man sich das Thermometer ansieht… in den letzten Tagen war es, wie wir hier in Franken sagen, krachert kalt bei Nacht, aber manche Spezies lässt sich davon nicht beeindrucken. Molly durfte beim heutigen Ausflug endlich mal wieder ohne Leine herumtoben und ich hatte mich eigentlich darauf eingestellt, dass es heute einen leeren Korb gibt – dem war nicht so.

Bereits auf den ersten Metern durfte ich mich über zwei einsame Pfifferlinge freuen, doch dabei sollte es nicht bleiben. Ich halte die Augen ja immer offen, wenn ich mit Molly unterwegs bin und der Plan des Tages war: Krause Glucke finden. Wieso man sich so etwas vornimmt? Weil einem das Bauchgefühl sagt, dass man richtig liegt…

Mein Korb fühlte sich über eine lange Zeit relativ leer an, bis ich nach und nach mehr und mehr Pfifferlinge fand – zum Ende dieser Tour waren es dann mehr als 300 Gramm. Die Zielsetzung lag aber darin eine Krause Glucke zu finden und so sondierte ich alle Kiefern, die ich auf dem Weg ausmachen konnte – ohne Erfolg. Aber wer lange sucht wird belohnt und so stand Molly und ich dann doch irgendwann vor einem schönen Exemplar und meine Theorien wurden bestätigt: man findet sie auch Ende Oktober noch in Franken.

Fotos werde ich erst morgen einstellen, weil nun ist Essenzeit und dann widme ich mich der amerikanischen Lieblings-Sportart schlechthin: Extrem-Couching.

Viel Erfolg bei euren Ausflügen und ein entspanntes Wochenende 😉

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• Samstag, Oktober 23rd, 2010

Bei diesen eher bescheidenen Wetterverhältnissen lässt es sich auch gut zuhause aushalten, aber ein bisschen Waldgang hat noch niemand geschadet. Molly und ich waren heute zwar eher auf Faulenzen eingestellt und deshalb ging es auch erst gegen 14.00 Uhr auf die Piste, aber es war trotzdem erstaunlich angenehm. Die Sonne liess sich sogar kurzweilig blicken und so waren die Temperaturen auszuhalten.

Die anhaltend kühle Witterung hat wie erwartet dem herbstlichen Pilzwachstum einen Strich durch die Rechnung gemacht und so findet sich so gut wie nichts mehr. Vereinzelte, zumeist verrottende Maronenröhrlinge, einige Täublingsarten und nach wie vor gigantische Kolonien alternder Trompetenpfifferlinge sind noch zu finden. Einige Waldegerlinge entdeckte ich zwar auch, doch leider war ich dafür zu spät dran, denn sie waren alle schon im Zerfallprozess. In der Nähe stand ein einsamer Grüner Anistrichterling und irgendwo im Nirgendwo fand sich sogar noch ein einzelner Sandröhrling.

Der einzige Lichtblick war dann dieser Fund:

Aber was soll ich mich beschweren, denn meine Vorräte sind mehr als üppig und so genieße ich eben die letzten milden Herbsttage zum Kraft tanken bei dezentem Sonnenschein mit Molly an meiner Seite. Der Winter kommt sicher früh genug…

Hier noch einige mehr Aufnahmen…