Tag-Archive for ◊ Boletus luridiformis ◊

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• Samstag, August 20th, 2011

Sparen wir uns eine lange Einleitung, kurz und schmerzlos: Molly und ich waren ab 12.45 in den Wäldern rund um Selb unterwegs und obgleich 80% der regional ansässigen Schwammerer jammern, dass es „…heuer (dieses Jahr) einfach nix gibt…“, so konnten wir uns über mangelnde Funde nicht beklagen.

Besonders erfreulich sind dabei die derzeitigen Funde des Lactarius volemus (Brätling oder Milchbrätling), denn mein Großvater Maximilian, der mich vor mehr als 30 Jahren mit in die Schwammer nahm, liebt diesen Pilz über alles und wird heute 92 Jahre alt. Und was liegt da näher, als ihm diese Kostbarkeit aus den heimischen Wäldern vorbeizubringen…

Da es keine aussergewöhnlichen Erlebnisse auf diesem Tour gab, die uns drei Stunden querfeldein führte, gibt es hier zur Abwechslung mal nur eine Auflistung der gesammelten Arten

  • Amethystblauer Lacktrichterling (Laccaria amethystea)
  • Amethystpfifferling (Cantharellus amethysteus)
  • Birkenröhrling (Leccinum scabrum)
  • Birkenrotkappe (Leccinum testaceoscabrum, Syn. Leccinum versipelle Snell)
  • Butterröhrling (Suillus luteus)
  • Fichtensteinpilz (Boletus edulis)
  • Goldgelber Lärchenröhrling (Suillus grevillei)
  • Kuhröhrling (Suillus bovinus)
  • Milchbrätling (Lactarius volemus)
  • Mohrenkopfmilchling (Lactarius lignyotus)
  • Perlpilz (Amanita rubescens)
  • Pfifferling (Cantharellus cibarius)
  • Rotfußröhrling (Xerocomellus chrysenteron)
  • Sandröhrling (Suillus variegatus)
  • Semmelstoppelpilz (Hydnum repandum)
  • Trompetenpfifferling (Cantharellus tubaeformis)
  • Violetter Lacktrichterling (Laccaria amethystea)
  • Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus)

und dann noch die Galerie des Tages…

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• Dienstag, August 16th, 2011

Ausserplanmäßig durfte ich heute einen freien Tag genießen und nutzte diesen für einen Abstecher in mein neues Waldgebiet, dass ich am Sonntag zum ersten Mal in Augenschein nahm.

Zu Beginn des Ausflugs besuchte ich die am Wochenende entdeckten Raufußröhrlinge und die Indizien verdichten sich, dass es sich dabei um den Leccinum duriusculum (Brauner Pappel-Raufuß) oder Leccinum brunneogriseolum (Wollstieliger Raufußröhrling) handelt – eine genauere Bestimmung werde ich vornehmen, wenn die Exemplare etwas größer sind und ich einen Sporenabdruck genommen habe.

Unterwegs traf ich heute einen Pilzsammler aus dem angrenzenden Tschechien, der in seinem Korb eine sehr bescheidene Ausbeute hatte, u. a. falsche Pfifferlinge, Gallenröhrlinge und einige Maronenröhrlinge. Meinen Hinweis, dass er die Gallenröhrlinge besser entsorgen solle, nahm er dankend an – ausnahmsweise mal ein Mensch, der nicht der Meinung ist, dass man ihm die guten Pilze wegschnappen möchte.

Im Großen und Ganzen waren in den drei Stunden auf vier Kilometern Distanz nur sehr wenige Pilze respektive Speisepilze zu bewundern, trotz vorangegangener Regenfälle und milder Temperaturen. Die Nächte sind aber hinsichtlich Witterung und Luftfeuchtigkeit vielversprechend und der gegenwärtige Neumond sollte das Wachstum in den nächsten Tagen positiv beeinflussen.

Einige Aufnahmen des Tages als Galerie…

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• Freitag, August 12th, 2011

Von der Wiege bis zur Bahre, feste Gewohnheiten sind das einzig Wahre – und genau deshalb ging es mit Molly prompt nach der Arbeit in die Wälder. Mein gestriger, ausserplanmäßiger Ausflug hatte meine Euphorie aufgrund der Trockenheit zwar gebremst, aber das tut der Sache ja keinen Abbruch. Unsere derzeitigen Touren sind hinsichtlich der Distanz nicht mehr so lange wie sonst, aber das gleichen wir mit Zeit aus und so waren wir auch heute wieder fast drei Stunden unterwegs, kreuz und quer, über Stock und Stein.

Den Röhrlingen bekamen die gegenwärtigen Witterungsverhältnisse nicht so gut, Maronenröhrlinge sind selbst im Jungstadium bereits durchwurmt oder von der Schneckenplage (Nacktschnecken) befallen – hingegen geben sich jetzt schon diverse Spätsommer-Arten ein Stelldichein. Was ganz deutlich auffällt, ist die verschwindend geringe Anzahl von Steinpilzen in der Pilzsaison 2011. Irgendwie wollen sie sich nicht so recht zeigen oder man findet lediglich alte Exemplare, die bereits dem Zerfallprozess unterliegen. Der Pfifferling jedoch erscheint dieses Jahr in großer Anzahl und Varietäten: Pfifferling (Cantharellus cibarius), Amethyst-Pfifferling (Cantharellus amethysteus) und Trompetenpfifferling (Cantharellus tubaeformis) finde ich momentan bei jeder Pilztour in großen Mengen.

Am heutigen Freitag wanderten insgesamt 14 unterschiedliche Arten in meinen Korb und es hätten problemlos mehr werden können, wobei ich manche bewusst an ihren Standorten zurückließ, um mir aufwendiges Putzen zu ersparen (bspw. Großer Schmierling, etc.).

Nachdem der Korb ausreichend gefüllt war, holte uns Erika zusammen mit Dita ab, die sich sichtlich freute, als sie ihre große Schwester Molly wieder begrüßen durfte. Als „Entschädigung“ für die lange Trennungszeit, die sie allein verbringen musste, durfte sie dann im Garten mit Molly toben, Frisbee fangen und kämpfen – und schon war die Welt wieder in Ordnung. Wenn nur alles so einfach wäre…

Einige Momentaufnahmen des heutigen Tages und eine Übersicht der gefundenen Arten mit ihren lateinischen Bezeichnungen.