Tag-Archive for ◊ Regen ◊

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• Freitag, August 12th, 2011

Von der Wiege bis zur Bahre, feste Gewohnheiten sind das einzig Wahre – und genau deshalb ging es mit Molly prompt nach der Arbeit in die Wälder. Mein gestriger, ausserplanmäßiger Ausflug hatte meine Euphorie aufgrund der Trockenheit zwar gebremst, aber das tut der Sache ja keinen Abbruch. Unsere derzeitigen Touren sind hinsichtlich der Distanz nicht mehr so lange wie sonst, aber das gleichen wir mit Zeit aus und so waren wir auch heute wieder fast drei Stunden unterwegs, kreuz und quer, über Stock und Stein.

Den Röhrlingen bekamen die gegenwärtigen Witterungsverhältnisse nicht so gut, Maronenröhrlinge sind selbst im Jungstadium bereits durchwurmt oder von der Schneckenplage (Nacktschnecken) befallen – hingegen geben sich jetzt schon diverse Spätsommer-Arten ein Stelldichein. Was ganz deutlich auffällt, ist die verschwindend geringe Anzahl von Steinpilzen in der Pilzsaison 2011. Irgendwie wollen sie sich nicht so recht zeigen oder man findet lediglich alte Exemplare, die bereits dem Zerfallprozess unterliegen. Der Pfifferling jedoch erscheint dieses Jahr in großer Anzahl und Varietäten: Pfifferling (Cantharellus cibarius), Amethyst-Pfifferling (Cantharellus amethysteus) und Trompetenpfifferling (Cantharellus tubaeformis) finde ich momentan bei jeder Pilztour in großen Mengen.

Am heutigen Freitag wanderten insgesamt 14 unterschiedliche Arten in meinen Korb und es hätten problemlos mehr werden können, wobei ich manche bewusst an ihren Standorten zurückließ, um mir aufwendiges Putzen zu ersparen (bspw. Großer Schmierling, etc.).

Nachdem der Korb ausreichend gefüllt war, holte uns Erika zusammen mit Dita ab, die sich sichtlich freute, als sie ihre große Schwester Molly wieder begrüßen durfte. Als „Entschädigung“ für die lange Trennungszeit, die sie allein verbringen musste, durfte sie dann im Garten mit Molly toben, Frisbee fangen und kämpfen – und schon war die Welt wieder in Ordnung. Wenn nur alles so einfach wäre…

Einige Momentaufnahmen des heutigen Tages und eine Übersicht der gefundenen Arten mit ihren lateinischen Bezeichnungen.

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• Sonntag, August 07th, 2011

Dezente 15° Celsius, eine Flasche Wasser am Mann und der große Korb – somit war der heutige Ausflug definitiv besser vorbereitet, als die Touren der vergangenen zwei Tage. Fast vier Stunden und fünf Kilometer weit führte uns der Weg durch die Wälder und wir befinden uns in der Phase, wo alle Röhrlinge der Vor-Regen-Phase ihrem natürlichen Zerfall entgegen gehen und die neuen Exemplare noch auf sich warten lassen – stört aber nicht weiter im Programm. Das Wochenende war ertragreich genug.

Sehr gefreut hat mich eine große Ansammlung des Schopftintlings, der zahlreiche Fruchtkörper auf einer Fläche von 5 x 5 Metern ausgebildet hatte. Ein ebenfalls sehr erfreulicher Fund fand sich einige hundert Meter weiter, direkt entlang des Weges: zwei hervorragende, große Exemplare des Milchbrätlings lachten mich an und baten darum, mitgenommen zu werden.

Der Ausflug war der Photographie gewidmet, als positive Begleiterscheinung fanden sich aber dennoch einige Pilze. Ebenfalls hatte ich mir vorgenommen, die vor zwei Wochen mit Reisig abgedeckte Krause Glucke aufzusuchen und im Idealfall zu ernten. Zu meiner Freude hatte kein anderer Sammler das gut getarnte Hühnchen entdeckt und so durfte ich mich über ein kräftig gewachsenes Exemplar freuen. Ich schnitt es bewusst so, dass Reste verblieben, da die Krause Glucke häufig erneut aus dem selben Strunk zu wachsen beginnt.

Hier eine visuelle Zusammenfassung der heutigen Tour…

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• Samstag, August 06th, 2011

Nun gut, fiel für uns also die Teilnahme am Pilzfreude-Sippentreffen in Roth (Taunus) in Ermangelung eines geeigneten Fahrzeugs ins Wasser – was bleibt einem dann anderes übrig, als die Zeit vor Ort sinnvoll zu gestalten und sich in den heimischen Wäldern zu bewegen.

Molly und ich machten uns also auf den Weg, trotz erstem Gedanken „…pack was zu trinken ein…“ ohne Getränk für unterwegs, was sich aufgrund der drückenden Temperaturen als großer Fehler erweisen sollte. Wir durchkämmten die Wälder des Wellertals, der Regen hatte sich bereits bemerkbar gemacht, wenngleich die Funde nicht so üppig wie am Tag zuvor ausfielen. Dennoch stehen die kommenden Tage (bei anhaltenden Wetterverhältnissen) unter einem guten Stern, denn wechselweise Regen und Sonnenschein bei durchschnittlichen 15° bis 21° Celsius und zunehmenden Mond lassen die Pilze sprießen.

Die Funde setzten sich heute überwiegend aus Maronenröhrlingen, Mohrenkopfmilchlingen, Perlpilzen, Butterröhrlingen, Rotfußröhrlingen, Pfifferlingen und Sandröhrlingen zusammen. Besonderer Höhepunkt des Tages war der Fund zweier schöner Milchbrätlinge an der selben Stelle, wo sie sich auch im Vorjahr gezeigt hatten – nur deutlich früher als sonst.

Einige Fotos des heutigen Tages…