Tag-Archive for ◊ Erika ◊

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• Samstag, Oktober 09th, 2010

Der heutige Ausflug war zeitlich sehr eng gesteckt und so schnappte ich mir Molly gegen viertel vor Zwölf und es ging in die vorderen Wälder des Wellertals. Die Ausbeute als „recht überschaubar“ zu bezeichnen ist eigentlich noch untertrieben – es gab so gut wie nichts. Zwei Maronenröhrlinge zu Beginn der Tour, Felder von Trompetenpfifferlingen, die mich aber nicht interessieren, einige Pfifferlinge und zuguterletzt noch Hallimasch, der aber größtenteils bereits zu alt war. Am Ende meines Rückwegs „stolperte“ ich dann noch über einen prächtigen, komplett maden- und wurmfreien Kiefernsteinpilz, den ich als Ergänzung zu den von gestern verbliebenen Maronenröhrlingen packte, um ein weiteres gutes Pfund Pilzmischung für den Winter einzufrieren. Nach ca. zwei Stunden endete die hurtige Sammelaktion mit einem relativ leeren Korb.

Im direkten Anschluss gingen wir dann zu Plan 2 über, der für heute auf dem Programm stand: eine Fahrt nach Regensburg. Eine Freundin hatte mir bereits vor Monaten vom Tokyo-Kyoto vorgeschwärmt und so haben wir uns heute endlich aufgerafft und besuchten diese Running-Sushi-Bar. Wir wurden nicht enttäuscht, denn für 9,90 Euro gibt es All-You-Can-Eat – Homer Simpson würde diesen Ort nie wieder verlassen – obwohl… wenn man an die Episode „Die 24-Stunden-Frist“ denkt.

Das Ambiente ist sehr dezent, japanische Interpreten trällern die vermutlich schönsten Songs aus Japans Popcharts und dazu gibt es ein stetig gefülltes Band mit allen Sushi- und Süßspeisen-Variationen, die man sich nur wünschen kann. Kurzum: ein sowohl qualitativ als auch quantitativ geniales Geschmackserlebnis und bei dem Preis schämt man sich fast, weil man nicht aufhören kann Teller vom Band zu nehmen.

Morgen geht es dann wieder zu Dritt auf die Piste und vielleicht haben wir in unserem anderen Stammwald mehr Glück…

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• Sonntag, Oktober 03rd, 2010

Sonntag im Klinikum… Tag der deutschen Einheit – wieviel langweiliger kann es noch werden? Aber das macht nichts, denn Erika und Molly haben mich vor einer Stunde besucht und präsentierten stolz die Ausbeute des heutigen Morgen und meine Augen funkelten vor Begeisterung.

Sie waren in den Wäldern rund um Selb unterwegs und die nach gestriger Beschreibung als eßbar klassifizierten Pilze wurden geerntet: feinster, junger Hallimasch. In riesigen Kolonien wächst dieser wunderbare Herbstpilz nun und Erika hat die schönsten Jungpilze geerntet. Natürlich existieren davon auch Fotos, die sie mir vor dem Krankenhaus stehend auf dem Display der Kamera zeigte, die ich aber erst im Laufe dieser Woche einstellen kann… also, Geduld!

Bei mir steht für morgen die zweite Operation an, bei der eine Wundrevision stattfindet und ich im Idealfall eine sog. Sekundärnaht verpasst bekomme, welche die Wunde verschliesst. Sollte wider Erwarten der Heilprozess weitere Zeit in Anspruch nehmen, werde ich mich trotzdem am Dienstag aus der Klinik entlassen lassen.

Viel Erfolg an alle Schwammerer, ein schönes Restwochenende und einen guten Start in die Woche.

EDIT: Hier die versprochenen Fotos vom Sonntag…

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• Sonntag, Juni 06th, 2010

Nach den Erfolgen des gestrigen Tages ging es heute in die Region nahe der Oberpfalz, denn hier kenne ich einige Stellen, wo sich der Hexenröhrling wohlfühlt.

Erika, Molly und ich haben uns gegen 13.00 Uhr auf den Weg gemacht, dieses Mal eine Brotzeit, Getränke für uns und Molly’s Wasserflasche im Gepäck, denn bei 24° Celsius geht es einfach nicht ohne. Im Wald war es dann zum Glück nicht so drückend heiß und ein leichter Wind machte sich angenehm bemerkbar. Die Wegränder sind gesäumt von blühenden Walderdbeeren und ihr süßer Duft ist allgegenwärtig. Diese Zeit des Jahres ist gleich nach den milden Herbsttagen die schönste und ich liebe die Spaziergänge durch die einsamen Wälder. Hier kann man viel Kraft tanken und der Alltag ist ganz weit weg…

Genau wie erwartet fanden wir den ersten Hexenröhrling nahe des Buchbrunnens, wo wir dann erst einmal eine Brotzeit machten. Molly bekam frisches Wasser aus einem Eimer, den irgendjemand im Buchbrunnen deponiert hat, so dass wir die Wasserflasche für Notfälle sparen konnten. Auf dem Rückweg habe ich dann bei genauerer Betrachtung eines Flecks mit 30 cm kleinen Fichten, die dicht an dich stehen, einen weiteren, riesigen Hexenröhrling entdeckt – ebenfalls maden- und wurmfrei.

Während der Laufens sagte ich zu Erika: hmm, irgendwie ist es schon seltsam, was die Kollegen im Pilzforum so alles finden. Wir kamen gerade an einem relativ lichten Waldabschnitt vorbei, der mir verdächtig vorkam: Buchen und einige Birken – ein guter Indikator für… also, hinein in den Wald und siehe da, noch kurz vorher darüber gesprochen: die erste Rotkappe!

Eine weitere stand in der Nähe, getarnt durch Blätter von oben, aber von der Seite aus erkennbar.

Nun war ich zufrieden, die Ausbeute des Tages konnte sich sehen lassen, also weiter in Richtung Auto. Hier fanden wir noch einen weiteren Hexenröhrling, was die Gesamtanzahl auf drei erhöhte.

Ein prima Tag bei tollem Wetter, sehr erholsam und ertragreich und somit Prädikat: alles super…

Hier einige weitere der heutigen Fotos…