Tag-Archive for ◊ Bach ◊

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• Samstag, Oktober 08th, 2011

Leider hat sich Petrus im Kalender verguckt, denn diese Regenschauer wären eher im August und September angebracht gewesen. Nun gut, der Ausflug stand also ganz im Zeichen des Regens im wilden Wechsel mit strahlendem Sonnenschein, was Molly und mich ja noch nie gestört hat.

Weiterhin sind wir beiden auf der Suche nach Röhrlingen, um die Pilzvorräte für den Winter noch weiter aufzustocken und trotz massivster Regenschauer fanden sich zahlreiche brauchbare Exemplare, die nicht durchnässt waren – scheinbar erst in den vergangenen zwei Tagen gewachsen und größtenteils in perfektem Zustand.

Ausser Maronenröhrlingen fand sich eigentlich fast nichts, was für die Pfanne geeignet wäre, zumindest nichts was unserem Geschmack entspricht. Die Pilzsaison 2011 neigt sich spürbar ihrem Ende zu. Ich bin dennoch guter Dinge, dass sich in den nächsten Wochen noch eine Pilzart zeigen wird, auf die ich schon seit geraumer Zeit warte…

Einige Fotos des Tages…

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• Freitag, Oktober 07th, 2011

Viel zu berichten gibt es gegenwärtig von unseren Ausflügen nicht: Molly und ich machen uns derzeit nur noch auf in die Wälder, um die Vorräte für die pilzlose (respektive Speisepilzlose) Winterzeit aufzufüllen, was bei den momentan fleißig spriesenden Maronenröhrlingen gar kein Problem ist.

Auf unserer heutigen Tour fand sich dann ein mir bisher unbekannter Pilz, den ich noch bestimmen werde:

Warum viel Worte um nichts machen: hier einige Momentaufnahmen des heutigen Sammelausflugs.

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• Montag, Oktober 03rd, 2011

Feiertage sind eine gute Sache: man bekommt einen freien Tag geschenkt und kann diesen nach Gutdünken nutzen. Normalerweise bin ich bei meinen Streifzügen ja mit Molly solo unterwegs und die kleine Dita muss alleine zuhause bleiben, aber wenn sich schon mal so eine gute Gelegenheit bietet, waren wir heute zu viert in den Wäldern.

Die letzten Wochen waren hinsichtlich des Pilzwachstums in den fränkischen Wäldern sehr wankelhaft. Einerseits liest man im Schwammer-Forum Fundberichte ungeahnten Ausmaßes, andererseits klagen viele über mäßige bis hin zu gar keinen Funden. In meiner Region, dem Norden Oberfrankens, hatte ich zumeist gute Ausbeute, fand eine bunt gemischte Artenvielfalt und manche Arten zeitweilig im Übermaß – zumeist.

Unser Ausflug führte Erika, Molly, Dita und mich in die Wälder meiner Kindheit, entlang des ehemaligen Grenzstreifens zur Tschechischen Republik, der heutzutage das ideale Pilzrevier darstellt, da sich auch 22 Jahre nach Öffnung des Eisernen Vorhangs nur wenige in diese Wälder verirren. In den vergangenen Jahren habe ich hier desöfteren seltene Arten entdecken dürfen, die sich sonst nirgendwo anders in meinen heimischen Forsten zeigen – so z. B. Suillus cavipes (Hohlfußröhrling), Suillus placidus (Elfenbeinröhrling), u. a..

Die wechselhaften Temperatur- und Witterungsverhältnisse waren der Pilzpopulation nicht sehr zuträglich: Überreste gigantischer Steinpilze, vertrocknete Täublinge und allerlei undefinierbare Pilzleichen stehen an allen Ecken und Enden. Eine Art scheint sich aber an diesem Wechselspiel nicht zu stören: Boletus badius (Maronenröhrling). Man findet sie in solch zahlreichen Mengen, dass Erika und ich teilweise 50 feinste Exemplare auf 20 qm messenden Abschnitten entdeckten. Natürlich wandern da nur die schönsten in den Korb, wenn man schon die Wahl hat.

Dita hat sich auf diesem Ausflug als eine sehr ungeduldige Zeitgenossin bewiesen: wann immer wir anhielten, um Pilze zu ernten, erlebten wir ein wahrliches Fiep-Konzert. Es kann ihr einfach nicht schnell genug gehen, immer in Bewegung bleiben, immer weiter. Dies und andere Erlebnisse bestärken uns in der Ansicht, dass sie der perfekte Hund für den Hundesport Agility ist. Kein Hindernis ist zu hoch, keine Lücke zu schmal, überall muss man hineinkriechen – Furcht kennt sie scheinbar nicht.

Neben Maronenröhrlingen fanden sich dann doch noch einige andere Arten: Flockenstielige Hexenröhrlinge, Rotfußröhrlinge, Steinpilze, Sandröhrlinge, Kuhröhrlinge, Goldgelbe Lärchenröhrlinge und Pfefferröhrlinge.

Der Ausflug tat uns allen gut: wir begegneten keiner Menschenseele, Molly und Dita tobten sich an einem kristallklaren Bach aus, die Brotzeit am Buchbrunnen war köstlich und unser Korb wurde bestens gefüllt – was will man mehr.

Die schönsten Aufnahmen des heutigen Tages…