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• Samstag, September 04th, 2010

„Endlich geht’s los“. Das waren sicher die Gedanken meiner Bordercollie-Dame Molly, als ich mich dann gegen Mittag endlich aufraffte, um mit ihr durch die Wälder zu streifen. Erika setzte mich am Rand eines Waldes ab und ich stelle fest, dass ich meine Kamera vergessen habe. Wirklich prima. Also hieß es sich einige Zeit im nahen Gelände herumzudrücken, bis Erika die Kamera von zuhause geholt und bei mir abgeliefert hat. Glücklicherweise war der Weg nicht zu weit, so dass sie nach zehn Minuten zurück war und mir auch noch eine dünne Jacke mitbrachte – stellte sich später als sehr sinnvoll heraus.

Im Moment halten sich die Röhrlinge ja eher bedeckt. Alle Vertreter der Boletus-Familie und ihre nahen Verwandten ziehen es vor, sich mit dem Wachsen zurückzuhalten und in ihrer angestammten Zeit wieder zu erscheinen – so meine Hoffnung. Naja, was heisst Hoffnung – eigentlich glaube ich da ja ganz fest dran. Heute war also demnach Tag der Blätterpilze, selbst wenn sich einige Röhrlinge in meinen Kopf verirrten. Besonders erfreut haben mich einige Totentrompeten, die auf einer winzigen Fläche von ca. 4 Quadratmetern Jahr für Jahr erscheinen.

Als erster Geselle kam mir dieser heute vor die Kamera:

Ebenso schön anzusehen, wenngleich auch nicht verwertbar: riesige Fliegenpilze, scharenweise…

Besonders verwunderlich ist in diesem Jahr die zunehmende Ausbreitung des Schafporlings, den ich zahlreich finde. Meine kleine Hütehündin Molly dachte sie da wohl: naja, wenn ich schon keine Schafe hüten darf, dann hüte ich eben Schafporlinge – sind auch weiß und haben zumindest das Wort „Schaf“ im Namen…

Im großen und ganzen setzt sich der heutige Fund aus diesen Arten zusammen: Bruchreizker, Butterröhrlinge, flockenstieliger Hexenröhrling, kleine Waldchampignons, Krause Glucke, Maronenröhrlinge, Milchbrätling, Mohrenkopfmilchlinge, Perlpilze, Pfifferlinge, Raufußröhrlinge (schwarzschuppige Rotkappe alias Birkenrotkappe), Reifpilze, Sandröhrlinge, Schafporlinge, Totentrompeten, Trompetenpfifferlinge und violette Lacktrichterlinge. Ebenso habe ich noch einen sehr Champignon-artig aussehenden Pilz gefunden, mittlerweile zum dritten Mal, den ich aber noch immer nicht verbindlich bestimmt habe – kann ja eigentlich nicht so schwer sein, aber ich möchte da schon hundertprozentig sicher sein, denn man hat bei (giftigen) Pilzen eben nur eine Chance.

Kleine Anmerkung am Rande: das Lexikon wurde mit einigen neuen Arten und Fotos erweitert – einfach mal reinsehen.

Die Funde des Tages und einige Aufnahmen von Molly als komfortable Galerie…

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