Tag-Archive for ◊ Gomphidius glutinosus ◊

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• Freitag, September 30th, 2011

Unser gewohnter Schwammer-Freitag stand ganz im Zeichen des Boletus badius (Maronenröhrling): konsequente Suche und Ernte, um die Wintervorräte auf Vordermann zu bringen. Zeitweise ist das für meine äußerst bewegungsfreudige Borderdame Molly sicher sehr langweilig, wenn sie mir beim Abschneiden und Einsammeln der Maronen zusieht – aber was muss, das muss…

Eine Begegnung der besonderen Art hatten wir dann in einem Abschnitt, circa 100 Meter von einem Weg entfernt, wo Molly plötzlich in der Bewegung verharrte und ins vermeintliche Nichts starrte. Ich hielt die zwei „Spaziergänger“ zunächst für nicht besonders erwähnenswert, aber begleitet wurden sie im Abstand von ungefähr 10 und 20 Metern von zwei kalbsgroß wirkenden Hunden, die ich auf die Distanz nicht identifizieren konnte. In solchen Momenten bin ich immer heilfroh, dass Molly stets ruhig bleibt, keinen Laut von sich gibt und in Bordercollie-Manier nur auf das Ziel fokussiert beobachtet – mit der überaus eifrigen Dita wäre die Sache sicher nicht so glimpflich ausgegangen.

Da ich heute erst später von der Arbeit zurück war, beschränkten wir den Ausflug auf ca. zwei Stunden (können auch drei gewesen sein), denn morgen ist Teil 6 unserer Marathon-Tour angesagt und ich bin guter Dinge, dass wir dabei großartige Funde machen werden.

Die Funde des Tages, einige Eindrücke des Waldes und die zwei schwarz-weißen Hexen in Aktion…

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• Sonntag, September 25th, 2011

Nach den intensiven Ausflügen am Samstag beschränke ich den Sonntag zumeist auf kleinere Touren, die nicht in einem Marathon enden. Unser Weg führte uns einmal quer durchs Wellertal in Richtung Wunsiedler Weiher – an Sonntagen für gewöhnlich nicht erste Wahl, da man auf viele Spaziergänger, Hundebesitzer, Nordic Walker, u. a. trifft. Wir suchten uns aber die abseits liegenden Wege, so dass wir keiner Menschenseele begegneten und für uns waren.

Auch im Umland von Selb respektive in diesem Abschnitt ist eine wahre Flut des Boletus badius (Maronenröhrling) eingetreten und man hat die große Auswahl. So wurde der Korb in kürzester Zeit gefüllt und wir traten den Heimweg an. Neben dem Maronenröhrling fanden sich Fichtensteinpilze, Große Schmierlinge, Mohrenkopfmilchlinge, Perlpilze, Pfifferling, Rotfußröhrlinge, Sandröhrlinge und Trompetenpfifferlinge.

Einige Momentaufnahmen des heutigen Ausflugs… und noch einige Schnappschüsse von den beiden Bordercollie-Grazien

😉

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• Samstag, September 24th, 2011

Auf unserer heutigen Marathon-Tour durch die Wälder rund um Arzberg und Schirnding zeichnete es sich ab, was bereits in Mainfranken wahrnehmbar ist: die milden Temperaturen lassen Boletus edulis (Fichtensteinpilz) noch ein letztes Mal zurückkehren, bevor sich die Pilzsaison 2011 langsam aber sicher ihrem Ende zuneigt.

Craterellus cornucopioides (Totentrompete) sprießt auch noch immer, aber die Anzahl der Fruchtkörper nimmt inzwischen ab – für eine gute Handvoll reichte es aber trotzdem noch.

Enttäuschend ist derzeit nur die schwache Ausprägung der Gattung Leccinum (Raufußröhrling). Dort, wo im letzten Jahr die Menge der Rotkappen erschlagend war, findet sich momentan absolut gar nichts. Auf dem Weg zum Rotkappen-Wald fand sich allerdings eine große Anzahl Suillus luteus (Butterröhrling), die zwar sehr umständlich zu putzen sind, aber jedes Mischpilzgericht bereichern.

Spektakulärster Fund des heutigen Tages war ein gigantischer Steinpilz, der frech am Wegesrand stand – nicht zu übersehen, aber scheinbar war ich als der glückliche Finder vorgesehen.

Molly und ich genießen diese Ausflüge derzeit sehr, denn ich kann dabei Abstand vom Alltag bekommen und meine großer Borderdame sammelt 1000 Eindrücke… in einigen Wochen geht es dann mit beiden Bordercollie auf die Piste, was ich derzeit aufgrund der langen Distanzen zur Schonung von Dita noch vermeide.

Die Aufnahmen des heutigen Tages, wieder einmal bunt gemischt…