Author:
• Freitag, September 23rd, 2011

Nun scheint es also wirklich noch einen goldenen Herbst zu geben, den auch die Pilze freudig annehmen und mit Wachstum bedanken. Besonders Boletus badius (Maronenröhrling) ist nun zahlreich vertreten und aus anderen Teilen Frankens berichtet man von immensen Steinpilz- und Rotkappenfunden – leider noch nicht in unserer Ecke. Der kalte Norden (alias fränkisch Sibirien) kann mit (Wein-)Main-Franken eben nicht konkurrieren…

An der Stelle, die mir vor zwei Jahren den Grund für www.schwammer.de lieferte, fand ich nach vergeblichem Aufsuchen in den letzten drei Monaten zwei schöne Sparassis crispa (Krause Glucke). Daneben gab es noch zahlreiche Rotfußröhrlinge und Sandröhrlinge, bei denen ich mich aber stets auf die jüngsten, frischesten Exemplare beschränke.

Neben den bekannten Röhrlings-Arten fand sich dann noch ein Champignon-artiger Pilz, den ich aber bisher noch nicht bestimmen konnte. Meine erste Vermutung geht in Richtung Agaricus xanthoderma (Karbol Egerling), weobei mich die fehlende Gelbfärbung bei Berührung noch stutzig macht.

Wollen wir abwarten, wie sich die nächsten Tage und Wochen entwickeln – morgen geht es erst mal wieder auf Marathon-Tour, ganz der neuen, alten Gewohnheit folgend.

Einige Aufnahmen des heutigen Tages und die Funde…

Author:
• Sonntag, September 18th, 2011

Wie es die Überschrift schon verrät, hatte ich heute beide Borders dabei – somit keine Chance unterwegs zu knipsen. Einen Sack Flöhe hüten halte ich dagegen persönlich für ein Kinderspiel… einige Funde konnte ich machen, aber als ich auf einen Jogginganzug-tragenden Plastiktüten-Sammler stieß, traf ich den Entschluss, dass es für heute genug sei. 3,5 Kilometer Strecke sind aber so oder so für die kleine Dita genug und dank des intensiven Regens waren meine zwei Damen auch schön bordernass…

Fotos des Funde und eine Impression des Abendhimmels…

Author:
• Samstag, September 17th, 2011

Die Samstags-Ausflüge haben sich mittlerweile zu einem richtigen Ritual entwickelt: Proviant am Mann für Mensch und Hund, Fotoausrüstung, GPS-Logger, Erste-Hilfe-Set (toi, toi, toi – ich will es nie benötigen) und natürlich der Korb – mittlerweile sogar wieder der Große. Die Länge dieser Touren ist inzwischen so gewachsen, dass der Akku meines Telefons beim Aufzeichnen der Route meistens irgendwann schlappmacht – daher also wieder der GPS-Logger aus alten Tagen, selbst wenn dieser die Höhenunterschiede u. a. Daten nicht so präzise aufzeichnet, wie das auf dem Telefon eingesetzte Programm.

Was an diesem heutigen Tag besonders auffiel, war die rapide Zunahme des Wachstums von Leccinum (Raufußröhrlinge), denn gleich zu Beginn fanden sich die ersten Leccibum scabrum (Birkenröhrling) sowie Leccinum testaceoscabrum (Birkenrotkappe) – allerdings nicht am erwarteten Fleck. Der „Rotkappen-Wald“ ist in diesem Jahr absolut leer, nichts, rein gar nichts zeichnet sich dort ab. Vor einigen Wochen fanden sich in dem Abschnitt zumindest Lactarius volemus (Milchbrätling), aber diese Art hat sich für dieses Jahr auch schon verabschiedet – einer fand sich aber trotzdem noch.

An gewohnter Stelle fanden sich noch einmal eine größere Menge Craterellus cornucopioides (Totentrompete), aber auch hier wird es langsam weniger. Beschweren kann ich mich darüber trotzdem nicht, da sich die Stelle als sehr ertragreicher Fleck bewiesen hat.

13:26 Uhr… der Alptraum meiner Ausflüge – ein donnernder Knall, der nachhallte. Molly zum Glück an der Leine, aber es war absolut nicht zu deuten, woher der Schuss kam. 13:28 Uhr… der zweite Schuss. Das sind die Momente, wo man sich im Wald überhaupt nicht wohlfühlt. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich Molly sehr kurz an der Leine bei mir. Der Jäger begegnete uns während der nächsten Minuten nirgends, somit lässt sich auch nicht sicher sagen, wie weit er entfernt war – ein unschönes Gefühl blieb trotzdem.

Nach diesem Schreck ging es in andere Abschnitte, wo ich einige Boletus edulis (Fichtensteinpilz) in den Korb wandern lassen konnte, bevor es in Richtung Schirnding weiterging, wo ich längs des Weges eine wunderschönes Quartett Boletus luridiformis (Flockenstieliger Hexenröhrling) entdeckte. Man kann also derzeit noch einmal einen Wachstumsschub erkennen, der sich aber in wenigen Wochen sicherlich seinem Ende zuneigen wird.

Einige Aufnahmen des heutigen Tages…