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ERLEDIGT Bundstieliger Helmling
#1
Hallo Pilzfreunde,
gestern hatte ich in einem Fichtenwaldstück auf einem Baumstumpf diese büschelartig wachsenden Pilze gefunden.
Die vollkommen vermooste Boden ist in dem relativ großen Waldgebiet meist kalkhaltig.
Die Hüte haben einen Durchmesser von 1 bis 3 cm und sind stumpf gebuckelt, hellgrau bis braunocker in der Mitte (Buckel).
Die Lamellen sind freistehend vom Stiel und für die Größe entfernt stehend, nicht untermischt.
Die bis 7 cm langen Stiele sind dünn, rotbraun und zum Hut hin grau gefärbt.
Der Geruch ist angenehm, erinnert etwas an eine Gemüseart.
Das Sporenpulver ist weiß, die Sporen erscheinen unter dem Mikroskop oval, ohne Warzen und Stacheln.
Um welche Art kann es sich hier handeln?

Gruß:
Lothar
               


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Pilze: Hunderttausend Arten -weder Pflanze noch Tier-
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#2
Hallo Lothar ,
Kann dir leider nicht weiterhelfen , aber der Knopfstielige Rübling ist es meines Erachtens nicht. Der hat nicht so spitze Hüte und der Stiel ist unterm Hut deutlich erweitert (Knopf)
Gruß Norbert
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#3
Hallo Norbert,
ja, ich hatte mir das schon gedacht. Die Bestimmung ist wohl nicht so einfach....

Gruß:
Lothar
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#4
Hallo Lothar,

ich denke hier eher an einen Helmling (Mycena spec.). Hat der leicht nach Rettich gerochen und vielleicht an den Lamellen bei Verletzung ewas gemilcht?

VG Willihund
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#5
Hallo Lothar!

Auf jeden Fall ein Helmling (Mycena). Versuch doch mal den Geruch besser zu beschreiben. Nach Chlor, grasig-krautig, gurkig oder vielleicht sogar ranzig-mehlig?
Dein erstes Bild geht nicht groß machen!
Die Sporen sind nicht kugelig, sicherlich auch nicht stachelig oder warzig. Stammt das Mikrobild von einem Trocken-Präparat?

Waren noch weitere Pilze am Stumpf? Wie sicher ist Nadelholz als Substrat? Laubholz (z.B. Eiche) ausgeschlossen?

VG Ingo W

Die Merkmale sind es, die die Bestimmung der Pilze ermöglichen. Wer sich keine Mühe gibt oder keine Zeit hat, die zu erkennen, sollte eigentlich keine Pilze bestimmen oder bestimmt haben wollen.
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#6
Willihund und Ingo,

besten Dank für die Suchrichtung auf "Helmlinge". Das durch die geringe Auflösung nicht vergrößerbare Foto habe ich mittlerweile ersetzt. Die Beschreibung der Sporen war nicht so ganz korrekt, aber das Foto der Sporen stammt von dieser Pilzart (habe ich nochmals überprüft). Die Sporen hatte ich direkt auf einem trockenen Glasträger aufgefangen.
Was den Geruch betrifft, ist das für mich schwer definierbar, ausschließen kann ich Chlor oder ranzig-mehlig, dann eher grasig-krautig (nicht unangenehm). An Bruchstellen am Hut konnte ich keine "milchigen Stellen" sehen (s. Schnittbild).
In dem etwa 150 Jahre alten Fichtenwaldstück sind keine Buchen oder sonstige Laubbäume vorhanden. Allerdings 200 m weiter südlich beginnt ein Buchenwald in steiler Hanglage.
Ich werde dann mal in meiner Literatur alle Helmlinge durchforsten.
Falls Ihr noch eine engere Eingrenzung haben solltet, dann bitte ich um Mitteilung....

Gruß:
Lothar

Pilze: Hunderttausend Arten -weder Pflanze noch Tier-
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#7
Versuchs mal mit Mycena inclinata.

Gruß
Harald
Pilzberatung gibt es nur vor Ort beim Pilzberater. Keine Beratung per Internet oder Telefon! Bilderbestimmung ist keine Essfreigabe!
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#8
Hallo Harald und Ingo und andere interessierte....

vielen Dank für Deinen Hinweis. Ich war heute nochmal in das Waldstück gefahren und mir die Pilze angeschaut. Auf den Fotos (außer dem Schnittbild) erscheinen die Farben durch die Blitzaufnahmen etwas zu hell. Der Hut des Helmlings ist dunkelbraun-bis rußbraun.
Ich hatte mir noch einige frische Exemplare mitgenommen um den Geruch zu kontrollieren, wie Ingo W. es mir vorgeschlagen hatte.
Beim "Buntstieligen Helmling" stimmen die Merkmale mit meinem Fund überein.

Gruß aus der regnerischen und kalten Eifel:

Lothar






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#9
Hallo Lothar!

Also nicht, dass ich was gegen den Buntstieligen Helmling (Mycena inclinata) hätte, war von Anfang an mein Favorit, aber ein klein wenig konfus finde ich es schon.
Zitat:Beim "Buntstieligen Helmling" stimmen die Merkmale mit meinem Fund überein.
Hätte ich jetzt nicht gedacht, wenn man das nachfolgende so liest.
Zitat:-->....Geruch betrifft.......ausschließen kann ich ....... ranzig-mehlig....;
--> ...alten Fichtenwaldstück sind keine Buchen oder sonstige Laubbäume vorhanden....;
-->....erscheinen die Farben...... zu hell. Der Hut des Helmlings ist dunkelbraun-bis rußbraun.
Denkt man nicht wirklich, dass die Beschreibung zum Buntstieligen Helmling passt. Aber wie gesagt, von den Fotos her schon.

VG Ingo W
Die Merkmale sind es, die die Bestimmung der Pilze ermöglichen. Wer sich keine Mühe gibt oder keine Zeit hat, die zu erkennen, sollte eigentlich keine Pilze bestimmen oder bestimmt haben wollen.
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#10
[amquote]Hallo Lothar,
dies ist nur ein kurzer Besuch in diesem Forum. Obwohl es eigentlich eine längere Beziehung werden sollte, ziehe ich mich gleich wieder zurück, um die Kreise "hochkompetenter" Leute und ehemaliger "Könige des Forums" nicht zu stören, vorher aber nochmal kurz auf Mycena inclinata eingehen. Wie auf Deinem Bild 1 zu sehen ist, verwittert so (mitunter über Jahrzehnte) ein Eichenstubben, hier kann also eine Eiche in Vorzeiten gestanden haben. Außerdem soll die Art lt. verschiedener Literaturangaben (u.a. BK, GPBW, ROBICH) auch an Nadelholz vorkommen können. Auch die dunklen Farben werden beschrieben, und wie variabel die Farbgebung sein kann mögen die angehängten Fotos zeigen. Über "Geschmack" und damit auch Geruch kann man ja bekanntlich nicht streiten, es kann auch deren mehr oder weniger klar definierte Eingrenzung schon zur Bestimmung beitragen, man kann aber nicht mit einem solchen oberlehrerhaft selbstherrlich und arroganten Stil sein Können unter Beweis stellen, seinen Willen einfordern und die eigene Ungläubigkeit anderen aufdrängen, das ist ja schon krankhaft und damit besser in einem Forum aufgehoben, das den Eindruck macht, als seien einige Selbsthilfegruppen durcheinandergeraten.
Gruß Peter P.
P. S.: Und Pilzschnupperer gefällt mir auch garnicht, erinnert mich so an "Erbsenriecher".[/amquote]


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Abwesend
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