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BERICHT Gefunden im Kalkgebiet
#1
Hallo Pilzfreunde,

ich habe mich heute noch einmal eineinhalb Stunden in das einzig mir bekannte Kalkgebiet (Siehe "Auf der Suche nach den Satan") begeben um vielleicht noch einmal etwas besonderes zu finden aber das hat nicht gefunztSauer.

Hier ist der Bericht:

Weißer Anis-Champignon (Agaricus arvensis)

       

Perlpilz (Amanita rubescens)

           

Grauer Wulstling (Amanita excelsa)

   

Karbolegerling (Agaricus xanthoderma)

       

Frauen-Täubling (Russula cyanoxantha)

   

Faltentintling (Coprinus atramentarius)

   

ein vergammelter Rotfußröhrling (Xerocomus spec.)

   

Gilbender Erdritterling (Tricholoma argyraceum)

   

Papageien-Saftling (Hygrocybe psittacina) als persönlichen Erstfund

       

vermutlich auch ein Saftling. Ob das der gleiche ist? Der stand nur einen halben Meter neben dem grünen.

       

Unmengen von diesen Tintlingen (Coprinus spec.) gab es auch.

   

Dazu noch einiges mir völlig unbekanntes.

1
       
2 kein Milchling, da keinerlei Milch vorhanden (zu trocken ist es bestimmt nicht)
   
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4
   
5
       
6
   

Dies könnte mein letztes Thema hier im Forum sein. Warum das so ist, bitte eine PN schicken.

VG Willihund
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#2
Hallo Willihund,
Du findest wirklich unglaublich viel für diese Jahreszeit. Deinen Pilz von Bild 6 halte ich für einen Grubigen Wurzelrübling (Xerula radicata) Achtung, lat.Name ungeprüft aus Wikipedia übernommen.
VG Siggi
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#3
Hallo Willihund,

Zu Weißer Anis-Champignon (Agaricus arvensis) kommen mir leichte Zweifel.

Zu Unbekannt
1: ein Erdritterling, vllt. Tricholoma. terreum
3: Stink-Schirmling, Lepiota cristata
5: Rehbrauner Dachpilz, Pluteus cervinus
6: wie Siggi schon gesagt hat

Beste Grüße
Harald
Pilzberatung gibt es nur vor Ort beim Pilzberater. Keine Beratung per Internet oder Telefon! Bilderbestimmung ist keine Essfreigabe!
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#4
Hallo Siggi und Harald,

Xerula radicata hätte ich selbst erkennen müssen. Der steht ja sogar in meinem ältesten BuchGrrr.

@ Harald
Zumindest ist es einer der nach Anis riechenden Egerlinge. Agaricus silvicola und A. essettei fallen weg. Dafür war der Fruchtkörper viel zu stämmig. Bei solch jungen Exemplaren ist die Bestimmung sowieso sehr schwer.

Tricholoma terreum war das nicht ( Fundort Buche, Linde) aber mit Sicherheit einer der Erdritterlinge. Pluteus cervinus bestimmt auch nicht. Der sieht anders aus und ist kein Bodenbewohner.

Nummer 5 müsste der Gemeine Weichritterling (Melanoleuca melaleuca) sein, die Tintlinge entweder C. micaceus oder C. truncorum.

Vielen Dank euch beiden für eure Bestimmunsversuche, vor allem wegen meiner nicht vorhandenen Angaben.

VG Willihund
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#5
Hallo Jörg,

(13-06-2013, 02:49 AM)willihund schrieb: Dazu noch einiges mir völlig unbekanntes.

1 Hm, wenn's ein Weißsporer (kann ich nicht eindeutig erkennen) ist, würde ich auch eine "Tricholoma spec." aus dem "Erd-Ritterlings"-Komplex vermuten. Grrr

---> Aber, mit derartig "suboptimalen Angaben" (nicht einmal Lamellenansatz, Lamellenfarbe erkennbar und Geruch, Begleitbäume auch nicht bekannt) bleibt das eh pure "Spekulation" an der ich mich "ausgewürfelt" mit "Tricholoma myomyces" (Mausgrauer Erd-Ritterling) beteilige. Cool

(13-06-2013, 02:49 AM)willihund schrieb: 2 kein Milchling, da keinerlei Milch vorhanden (zu trocken ist es bestimmt nicht)

- Richtig: Kein Milchling. Denn die brechen im Gegensatz zu deinem Fund wie "Hartkäse" und nicht faserig. Kichern

- Denn: Dein Fund (da bin ich mir rel. sicher) hört auf den Namen "Clitocybe costata" (Kerbrandiger Trichterling)

3 Wurde von Harald bereits zweifelsfrei mit "Lepiota cristata" (Stinkschirmling) bestimmt

4 "Melanoleuca spec." (Weichritterling), eine leicht ansprechbare Gattung, die bei Bestimmungsversuchen auf Art-Rang meist recht widerspenstig ist.

5 "Melanoleuca spec." (Weichritterling), aber evtl. doch eine von 4. abweichende Art.

6 Wurde bereits zweifelsfrei als "Xerula radicata" (Wurzelschleimrübling) bestimmt.


Grüße
Gerd
"Ich habe eine gewisse Neigung zu und Freude an spitzen Formulierungen"
- Bundestagspräsident Lammert, zitiert in "Der SPIEGEL Nr. 31, 2011"
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#6
Hallo Gerd,

Nummer 5 sollte als Gemeiner Weichritterling (Melanoleuca melaleuca) durchgehen. Mein Problem ist, dass dieser meist unter Kiefern stehen soll. Die waren weit und breit nicht vorhanden.

Hast Du vielleicht auch eine Idee zum zweiten Saftling? Hygrocybe psittacina sollte doch nicht so sehr gelb sein.

Vielen Dank

Willihund
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#7
Hallo Jörg,

(14-06-2013, 02:08 AM)willihund schrieb: Nummer 5 sollte als Gemeiner Weichritterling (Melanoleuca melaleuca) durchgehen. Mein Problem ist, dass dieser meist unter Kiefern stehen soll. Die waren weit und breit nicht vorhanden.

Hast Du vielleicht auch eine Idee zum zweiten Saftling? Hygrocybe psittacina sollte doch nicht so sehr gelb sein.

- Na klar habe ich die und auch eine (nicht immer identische) Einschätzung zu den restlichen von dir bestimmten Funden habe ich natürlich auch. Kichern Zunge

- Aber bei folgendem Kommentar (wurde bisher völlig ignoriert) von dir

(13-06-2013, 02:49 AM)willihund schrieb: Dies könnte mein letztes Thema hier im Forum sein. Warum das so ist, bitte eine PN schicken.

frage ich mich, ob ich meine Meinung nicht doch besser nach dem Motto von "1001 Nächte" in kleinen Schritten kommentieren sollte.

---> Vorschlag: Schick du mir bitte eine PN (mit deiner "Klartext"-Email-Adresse), in der du deine Bemerkung erläuterst und im Gegenzug kommentiere ich deine restliche Funde "kurz und knapp" oder in einzelnen Schritten.

Grüße
Gerd

PS.:
- Sei gewiss:

---> "Reisende" werde ich nicht aufhalten, zumal ich dich hoffentlich auch weiterhin in anderen Foren so aktiv beteiligst.

"Ich habe eine gewisse Neigung zu und Freude an spitzen Formulierungen"
- Bundestagspräsident Lammert, zitiert in "Der SPIEGEL Nr. 31, 2011"
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#8
[amquote]
(13-06-2013, 10:30 PM)willihund schrieb: Pluteus cervinus bestimmt auch nicht. Der sieht anders aus und ist kein Bodenbewohner.
[/amquote]

Klar, vielleicht hätte ich das Bild mal in groß anschauen sollen. Ist natürlich ein Weichritterling...
Blush
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#9
Hallo,

ich bin bei Nummer 2 jetzt wegen des höckrig gerippten Randes und des nicht vorhandenen Buckels am Hut auch beim Kerbrandigen Trichterling (Clitocybe costata) gelandet. Sonst wäre ja noch der Ockerbraune Trichterling (Infundibulicybe gibba) in Frage gekommen.

VG Willihund
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#10
Hallo Jörg,

(14-06-2013, 02:08 AM)willihund schrieb: Nummer 5 sollte als Gemeiner Weichritterling (Melanoleuca melaleuca) durchgehen. Mein Problem ist, dass dieser meist unter Kiefern stehen soll. Die waren weit und breit nicht vorhanden.

- Dein Problem (fehlende Kiefern !) kann ich nach der von mir eingesehenen Literatur [1], [2] nicht bestätigen Zunge

- Aber, bemerkenswert finde ich folgende Anmerkung in [1, S.373], obwohl G.J. Krieglsteiner eher als "Lumper" einzustufen ist:

"Wegen häufiger Verwechslung und Vermengung dieser Art mit M.polioleuca (= M. melaleuca ss auct., M. vulgaris) mußte ein Großteil der Fundberichte, zumal wenn nicht mikroskopisch nachgeprüft wurde und keine Belege mehr vorliegen, storniert werden. Vermutlich sind alle nach den Schlüsseln von Moser (1978, 1983) oder nach Bresinsky & Stangl (1977) alsmelaleuca bestimmte Aufsammlungen zu M. polioleuca zu stellen. Als eindeutig hierher gehörig empfehlen sich jedoch die als M. graminicola und vermutlich auch alle als M. stridula determinierten Aufsammlungen; ..."

Mein Fazit:

(a) Solange die Gattung "Melanoleuca" nicht monografisch bearbeitet wird, betrachte ich makroskopische "Art-Bestimmungen" in dieser Gattung m.E. eh nur als "reine Spekulation".

(b) Und auch [3], für mich der ausführlichste Schlüssel den ich kenne, bestätigt mir, dass Arten dieser Gattung ohne Blick in's "Scharfe Auge" (Mikroskop) eher nicht belastbar zu bestimmen sind.

(14-06-2013, 02:08 AM)willihund schrieb: Hast Du vielleicht auch eine Idee zum zweiten Saftling? Hygrocybe psittacina sollte doch nicht so sehr gelb sein.

(13-06-2013, 02:49 AM)willihund schrieb: vermutlich auch ein Saftling. Ob das der gleiche ist? Der stand nur einen halben Meter neben dem grünen.

- Du meinst wohl den !?

[Bild: attachment.php?aid=15767]

- Mit dieser Art, obwohl im Ulmer Raum nicht einmal selten, habe ich, wenn noch sehr jung und keinerlei "Grüntöne" erkennbar sind ein Problem.

- Aber hier, lehne ich mich aus dem Fenster

---> Ich halte das auch (beachte die "Grüntöne der rechts darunter liegende Leiche) für "Hygrocybe psittacina".

- Bei dem dann folgendem Bild (dürfte auch ein Saftling sein, halte ich mich allerdings zurück.

Grüße
Gerd


[1] G.J. Krieglsteiner (2001): Die Großpilze BWs Band 3: 373-374

[2] H.E. Laux (2002): Der große Kosmos Pilzführer:178

[3] Gröger, F. (2006): Bestimmungsschlüssel für Blätterpilze und Röhrlinge in Europa Teil I; Regensburger Myk. Schriften Band 13.
"Ich habe eine gewisse Neigung zu und Freude an spitzen Formulierungen"
- Bundestagspräsident Lammert, zitiert in "Der SPIEGEL Nr. 31, 2011"
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