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BERICHT Kurz und ergiebig
#1
Servus miteinander,

nachdem ich schon befürchte hatte, dass ich trotz besten Wetters dieses Wochenende aufgrund diverser Verpflichtungen nicht in de Schwammer komme, hat es heute doch geklappt.

um 15:00 Uhr gestartet, um 16:45 wieder zurück am Auto. Habe mir einen schönen Wald am Südhang der Wunsiedler Senke ausgesucht, den ich noch gar nicht kannte.

Gleich beim losgehen stolpere ich nach ca. 10 m über einen Steinpilz, der gut sichtbar mitten auf dem laubbedeckten Weg steht - na das fängt ja gut an, da scheint schon länger keiner mehr gegangen sein.

10m weiter bergauf dann eine wunderbare Fetthenna (Fette Henne, Krause Glucke) und die ersten Maroni. Und dann gehts los, ein schöner Maroni am anderen im Moos und im feinem Gras.

   

Ich finde einen wunderschönen Fliegenpilz, der mich an eine Geschichte denken lässt, die mir ein Freund vor Jahren erzählt hat. Der hatte gelesen, dass man früher den Hut eines Fliegenpilzes in ein Schälchen mit Milch gelegt hat, um damit die Fliegen anzulocken, die dann betäubt in der Milch ersoffen. Nachgemacht hat ers natürlich, der alte Öko, und stellte das Schälchen auf den Schrank. Tags drauf war die Katze verschwunden. Und das Schälchen leer. Grinsen

   

3 Tage später kam die Katze völlig struppig und dreckig aus dem Wald zurück.... ich hege seitdem Zweifel, ob die Namensgebungsgeschichte für den Fliegenpilz stimmt.

Ich stolpere weiter bergan, durch etwas öder werdenden Hochwald, dort sehe ich mit Abstand die meisten Bitterlinge (Gallröhrlinge), die ich bisher gesehen habe, völlig überreif, ganz schwarz geworden am Waldboden kleben. Meist reisst sie ja irgendein Spezialist heraus, um den vermeintlichen Steinschwammer dann enttäuscht wieder hinzuschmeissen, der dann vertrocknet. Nicht so hier.

   

Daneben immer wieder sehr, sehr reife Maronen, die fleissig aussporen, was mich im Glauben bestärkt, dass hier schon lange keiner mehr in den Schwammern war.

   

Auf einem Waldweg angekommen finde ich gefleckte Rüblinge, die im Wald bleiben, aber auch mir im Gedächtnis, denn die ersten, die ich finde, sind aussergewöhnlich klein, kompakt, beinahe kugelig mit deutlicher Knolle, sodass ich zuerst dachte, einen persönlichen Erstfund gemacht zu haben.

   

Einige Meter weiter stehen aber größere Exemplare, die ich eindeutig zuordnen kann - die anderen waren wohl noch Küken.

   

Der persönliche Erstfund kommt dann aber tatsächlich, einige Meter weiter oben, wo ich auf eine geschlossene Waldwiese treffe, direkt neben ein paar kleinen Parasol. Siehe hier!

Nun finde ich in lockerer Folge am Waldrand weiter ein paar kleine Steinpilze, Rotznasen (Butterpilze), Ziegenlippen, Rotfußröhrlinge, eine Espen-Rotkappe und weitere Maroni im Wald.

Auf der Wiese steht ein großer, sehr großer Pilz. Es ist ein gigantischer Perlpilz, in erwartet löcherigem Zustand.

   

Nun gehts zurück zum Auto, unterwegs finde ich noch einige völlig verwurmte Steinpilze, einige schöne Maronis und ganz unten dann eine weitere sehr kleine Fetthenna, zu der aber schon eine Schnecke ihre klebrige Leidenschaft entwickelt hat und somit bleibt sie im Wald.

   

Ein paar Beutelstäublinge gehen auch noch in den Korb.

Hier die heutige Auslese im Ganzen:

   

Und es gibt eine wunderbare Schwammerlbräih zum Abendessen, mit schönem Butterbrot und Schnittlauch - so hält man's aus Grinsen

Gruß,

Michel
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