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Hi !
#1
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#2
Super, daß Du nun auch da bist Zwinkern

Grüße,
Ralf
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#3
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#4
Aber sicher doch, Vera. Ich werde sogar als Zeichen der Wertschätzung dieser Informationen einen neuen Unterbereich im Forum einrichten... lass mich mal kreativ sein und einen guten Namen ausdenken... oh, hab schon einen Zwinkern

Grüße,
Ralf
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#5
Servus Vera!

Freut mich sehr, eine nach Reinheit strebende Seele kennenzulernen. Und genau darum geht es, die Reinheit und Ehrlichkeit der Dinge, die uns umgeben - und mit denen wir uns umgeben. Es gibt fast nichts schwereres heutzutage, als diese 'Dinge' zu finden.

So banal es klingen mag, aber das Gefühl, das mich beim Schwammern oder 'Schwarzbeerzupfn' ereilt, ist genau dieses Gefühl von Reinheit, Einfachheit und Demut.

Von der 'Hand in den Mund' statt aus dem 'Regal in den Einkaufswagen'.

In der Nähe meines Heimatortes Wunsiedel im Fichtelgebirge gibt es das größte, natürliche europäische Felsenlabyrinth. Dort liegen riesige Granitfelsen wild übereinander getürmt umeinander, von Moos, Flechten, Bäumchen und Schwammern bewachsen. Ein Naturwunder, von Goethe und Konsorten oftmals besucht - ein Spielgarten für Romantiker.

Am höchsten Punkt des Felsenlabyrinths hat sich ein Wanderer anno 1817 mit folgendem Spruch verewigt:

'Die Natur ist gros, die Liebe göttlich, die Sehnsucht unendlich, der Traum reich - nur des Menschen Herz ist arm.
Und doch - glücklich, wer dies hier fühlt vor dem Elenden, der es nicht einmal ahnet!

Lebe Recht, Wanderer!
Träume glücklich, und stirb ruhig!

Du verlierst einen Traum, und gewinnst - Ruhe!

CK am 26. August 1817'

Vielleicht versteht man diesen Ausspruch erst, wenn man sich eine Stunde auf allen vieren kriechend, Felsen erklimmend und Pfade hochkraxelnd hinter sich gebracht hat, aber ich stehe jedesmal ehrfürchtig da oben vor dem riesigen Stein mit dieser Inschrift. Und kann den von der Natur besessenen Zustand des einsamen Wanderers völlig nachvollziehen. Inmitten der Schöpfung, von Urgewalten umgeben, da wird der Mensch ganz klein und demütig und dankbar.

Und das sind die Momente, in denen ich mir selbst näher bin als irgendwann sonst.

Wenn ich nachher n der Kuchl stehe und die gepflückten Preiselbeeren einkoch, dann schwingt diese Erhabenheit nach. Und das macht den Unterschied zu den einfach gekauften Preiselbeeren aus - die stell ich auf den Tisch und fertig. Meine eigenen werden mit der nötigen Sorgfalt und Wertschätzung verteilt. Und ein bisserl Schweiß, Sorgfalt, Liebe und Ehrfurcht steckt dann in jeder Preiselbeere....

Verstehst Du, was ich meine?

Gruß,

Michel
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