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FRAGE Unbekannter Rauhfuß
#1
Ich Depp!

Ich war vor ca. 4 Wochen in einem kleinem Mischwäldchen unterwegs und hab dort 2 Exemplare eines eindeutigen Rauhfußes geerntet - aber verdammt nochmal, ich hab weder beim Schwammern noch beim Putzen eine Foto gemacht! Allerdings haben mich die deutlichen Besonderheiten der 2 Schwammer bis dato nicht mehr losgelassen, ich konnte auch in keinem Buch oder im Netz irgendwas vergleichbares finden. Mangels Fotos muss ich es beschreiben, vllt. find ich ja nächstes Jahr wieder ein Exemplar, das dann auf den Millimeter genau vermessen wird:

Hut ziegelrot, mit deutlicher Lippe zum Stil hin, weiß gerändert (geschlossener Zustand)
Stiel nicht schwarz geflockt, von der Form aber wie gewohnt. Die Oberfläche jedoch sah aus wie eine Struktur aus kleinen Gummischläuchen und -noppen, schmutzigbeige und wie verwoben. Ein bisschen schmierig, sehr schwer und im Ganzen dick und fest (gut, das kennt man ja). Die einzelnen schlauchartigen Elemente waren aber aussen oberflächlich ziemlich leicht zu verschmieren, der Stil als solcher war aber sehr fest. Verschmierte stellen färbten sich ganz leicht Richtung rosa-grau mit schwachgrünen Rändern.

Der Stilgrund war grünlich-bläulichgrau verfärbt, mit schwachlila Rändern, von Verletzungen her farblich ins Gewebe Richtung schwach-lila/rosa abnehmend. Keinesfalls schwarzgrau anlaufend wie die Heiderotkappe. Frisch geschnitten war die Färbung jedoch zart rosagrau.

Klingt alles nach Eichenrotkappe, ausser den fehlenden schwarzen Flocken. Ihr könnt es euch also farblich wie eine solche vorstellen, jedoch hat der dicke Stiel eine ganz andere Oberfläche.

Vllt. kann sich das jemand nun vorstellen und hat eine Idee, welcher Schwammer das sein könnte - ich hab bisher nix entdecken können, was da hin kommt.

Und versprochen, sollte ich noch ein Exemplar finden, gibts Fotos gallore!

Gruß,

Michel
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#2
(02-12-2010, 12:34 PM)willihund schrieb: Hallo Michael,

Mischwald ist leider keine gute Beschreibung. Bei der Bestimmung sind die Begleitbäume sehr wichtig.
Vielleicht war es diese: http://www.naturfoto.cz/fichten-rotkappe...12210.html
Ich kenne persönlich auch nur die drei gewöhnlichen Rotkappenarten.

Viele Grüsse

Hallo Willihund,

gut, Dein Browserproblem vopn Gestern scheint behoben.

Zu den anderen Rotkappenarten frag mich, habe sie alle schon gefundenSmile
In diesem Jahr sogar 3 Mal die Schwarzschuppige, in vielen Pilzbüchern ist die leider nicht aufgeführt.
Muss mal die Bilder suchen.

VG Julius
In diesem Forum bin ich seit dem 17. Januar 2014 nicht mehr aktiv.
Abwesend
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#3
Hallo Michel!

So alles verstehe ich nicht bei deiner Beschreibung (das mit der Lippe, weiß gerändert und die kleinen Gummischläuche und -noppen).
Wenn ich aber mal das Hauptsächliche zusammenfasse: ziegelroter Hut, helle Schuppen und die geschilderte Verfärbung würde ich an
Espen-Rotkappe (Leccinum aurantiacum) denken.
Für die, die denken, der Name aurantiacum müsste jetzt für die Eichenrotkappe verwendet werden wegen eines Interpretationsfehlers
in der Vergangenheit, wäre es dann Leccinum rufum. Also ich meine die, die gerne bei Espe wächst und deren Huthaut auffällig über den
Hutrand übersteht.

VG Ingo W

Die Merkmale sind es, die die Bestimmung der Pilze ermöglichen. Wer sich keine Mühe gibt oder keine Zeit hat, die zu erkennen, sollte eigentlich keine Pilze bestimmen oder bestimmt haben wollen.
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#4
(05-12-2010, 07:03 PM)Ingo W schrieb: Hallo Michel!

So alles verstehe ich nicht bei deiner Beschreibung (das mit der Lippe, weiß gerändert und die kleinen Gummischläuche und -noppen).
Wenn ich aber mal das Hauptsächliche zusammenfasse: ziegelroter Hut, helle Schuppen und die geschilderte Verfärbung würde ich an
Espen-Rotkappe (Leccinum aurantiacum) denken.
Für die, die denken, der Name aurantiacum müsste jetzt für die Eichenrotkappe verwendet werden wegen eines Interpretationsfehlers
in der Vergangenheit, wäre es dann Leccinum rufum. Also ich meine die, die gerne bei Espe wächst und deren Huthaut auffällig über den
Hutrand übersteht.

VG Ingo W

Hallo Ingo,

ich tendiere auch zur Espen-Rotkappe. Wie du schon gesagt hast, hat sie helle Schuppen, einen ziegelroten Hut (gut, das trifft auch z.T. auf die anderen Rotkappenarten zu) und die Verfärbung passt größtenteils auch (auf alle Fälle besser als bei der Heide-Rotkappe).
Das mit der weiß geränderten Lippe verstehe ich auch nicht so ganz. Mit den "Gummischläuchen" meint er bestimmt die längst gestreiften, weißlichen, später z.T. bräunlichen Schuppen. Und mit Gumminoppen die punktförmigen Schuppen. Das wäre zumindest meine Erklärung. Smile

Viele Grüße

Christian

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#5
Servus miteinand,

und vielen Dank für die Hinweise. Tatsächlich stehen in der Nähe des Fundortes einige alte Pappeln. Nun bin ich sicher nicht DER Schwammerbestimmer, aber wenn ich schlauchartig und noppenartig schreibe, dann mein ich des scho so. Alle 'normalen' Rotkappen sind mir wohl bekannt, aber keine passt auch nur irgendwie ins Bild.

Apropos Bild: ich denke, wir sollten den nächsten Herbst abwarten, dann stell ich entsprechende Ablichtungen hier ein, vorher hats wohl wenig Sinn, darüber zu spekulieren, befürchte ich.

Nur noch eines zum Stiel: Stellt Euch den so ähnlich wie den 'Hut' einer Frühlingslorchel vor, nur viel kleinstrukturierter, kompakter und weißlich-grau, aber zylinderförmig. Dann simmer beianand.

Gruß,

Michel

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