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Mikrofotografie
#1
Hallo liebe Schwammer-Forumsgemeinde,

seit einiger Zeit spiele ich mit dem Gedanken mir eine Kamera für Mikroskopaufnahmen zu kaufen, da dies mit meiner Kamera nicht wirklich funktioniert.
Vielleicht kann mir ja der eine oder andere Tipps geben was man beim Kauf eines Fotoadapters oder einer USB-Mikroskop-Kamera beachten sollte oder was man keinesfalls kaufen sollte.

Danke im Voraus und viele Grüße
Burkhard
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#2
Hallo und guten Abend Burghard,

Zitat:Vielleicht kann mir ja der eine oder andere Tipps geben was man beim Kauf eines Fotoadapters oder einer USB-Mikroskop-Kamera beachten sollte oder was man keinesfalls kaufen sollte.

bevor ich dir Tipps rund um das Thema Mikroskopkamera gebe müsste ich wissen was du für ein Mikroskop du für die Pilzkunde benutzt.

Hintergrund:
In den letzten Jahren habe ich sehr oft Auskunft im punkto Mikroskopkamera gegeben. Dabei habe ich mir, übertrieben gesagt, den Mund fusselig geredet bzw. die Finger wund geschrieben und habe zunächst nicht Mikroskop gefragt! Auf die Frage danach wurde mir oft geantwortet:
Bresser Mikroskop Erudit MO, Euromex XE 5627 …….(Preissegment um etwa 300,-€)
Und da sind wir beim Knackpunkt!

Diese Mikroskope eignen sich nicht für die Pilzkunde und die Frage nach einer Mikroskopkamera erübrigt sich. Kling hart, ist aber so! Mikroskop, Fotoapparat und Adaption müssen aufeinander abgestimmt sein.

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co
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#3
Hallo und guten Abend.


Zitat:Folgende User haben sich bei dir bedankt …. Ralf

Stopp stopp stopp …… ich habe doch noch nichts geschrieben, für das man sich bedanken könnte! Bitte nicht so schnell mit den Vorschußlorbeeren. Habe lediglich eine Frage gestellt und den Hintergrund dieser erklärt. Stellt euch vor Burkhard hat ein für die Pilzkunde taugliches Mikroskop und ich werde nach Details gefragt, die ich soweit ich kann, beantworten werde?! Soviel Vasen für die „Blumen“ habe ich ja gar nicht Zwinkern

Eine Bitte:
Seit neugierig, kritisch, stellt Fragen ….. und verzettelt euch nicht, wie in anderen Pilzforen in Lobhudeleien.

So, nun wünsche ich euch eine gute Zeit
Gelbfieber & Co
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#4
Hallo gelbfieber,

das Dankeschön gilt dieser äußerst präzischen und sachlichen Klärung eines Sachverhalts, der vielen Leuten Kopfzerbrechen bereitet und viele lassen sich durch Köderangebote dazu animieren, ihr Geld in zweitklassige, praxis-untaugliche "Hardware" zu investieren. Ich ticke da etwas anders und bin ein Verfechter des Erwerbs professioneller Gerätschaften, gleich in welchem Bereich des Lebens.

Etwas offtopic: Vakuumisiergeräte zur Haltbarmachung von Lebensmitteln. Ich war in den letzten zwei Jahren oftmals geneigt mir ein "Standardgerät" für den Hausgebrauch zu kaufen, habe mich aber vor etwas mehr als einem Jahr mit einer Metzgerin unterhalten, die mir bisschen was zur Thematik erläutert hat. Nach einiger Recherche im Netz - nun gut: einiger Recherche bedeutet in meinem Fall, dass ich dutzende Seiten bemühe, Hintergrundinfos studiere, technische Details vergleiche, Kosten-Nutzen-Faktoren abwäge, etc..., kam ich zum Schluss, dass es ein Profigerät wird. Kostenpunkt: ca. 400,- Euro. Vorteil: die Verbrauchsmaterialien kosten nur einen Bruchteil im Vergleich zu den Tüten für Haushaltsgeräte (25 Stück ~ 10,- Euro, im Vergleich: 3000 Tüten ~75,- Euro) und die Ware wird tatsächlich hundertprozentig vakuumisiert. Lange Ausführung, aber ich denke, dass man versteht, was ich sagen wollte.

In Deinem Fall war es ein klarer Hinweis: Finger weg von Bresser Mikroskop Erudit MO, Euromex XE 5627 & Konsorten und besser etwas sparen und vernünftige Gerätschaften kaufen.

Grüße,
Ralf
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#5
Hallo und guten Abend Burghard,

hat dir meine Frage die Sprache verschlagen? Zwinkern

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co
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#6
Hallo gelbfieber,

mir noch nicht. Ich würde mir wünschen, dass Du uns als Profi vielleicht mal einige Eckdaten mit auf den Weg gibst. Das könnten z. B. empfohlene Hersteller, Systeme, Modelle, Spezifikationen sein. Auch wäre interessant zu erfahren, was man anfangs für die Mikroskopie noch anschaffen sollte, um zu brauchbaren Ergebnissen zu gelangen. Ich weiss, dass das eine recht offen gesteckte Anfrage ist, aber mal sehen, vielleicht bringst Du ja ein wenig Licht ins Dunkel Zwinkern

Grüße,
Ralf
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#7
Hallo,

ich kann mich dem Plädoyer zu Qualitätskäufen nur anschliessen. Habe mich letztes Jahr hinreißen lassen, für unterwegs eine günstige Kamera (Formfaktor DSLR, aber vom 12x Zoom bis Makro alles in einem nicht auswechselbaren Objektiv) zu kaufen statt wie ursprünglich vorgehabt eine DSLR + 2 Objektive.

Ich hab mich nur geärgert seitdem. Der Sensor ist Kacke, das Objektiv is mässig, entsprechend verhunzt sind die Ergebnisse ..... da war meine alte Ixus um Meilen besser (bevor sie mir aufs Objektiv gefallen ist zumindest).

So hab ich 300 € ausgegeben für etwas, was ich nicht wirklich brauchen kann Traurig

Gruß,

Michel
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#8
Oh Mann, Michel! Dafür hättest Du aber ganz entspannt eine gebrauchte Canon EOS 400D bekommen, im Regelfall mit einem oder sogar mehreren Objektiven... beim nächsten Mal klopfst Du an, weil ich hab mittlerweile 3 DSLRs und die Nummer 4 steht in den Startlöchern Zwinkern

Grüße,
Ralf
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#9
Hallo Gelbfieber,

nachdem ich mich von Euromex verabschiedet habe, merci, habe ich folgendes Mikroskop genauer im Visier:

Novex BLMS:
Monokular
LED-Lampe
Semiplan-achromatische Objektive 4x/0.10, 10x/0.25, S40x/0.65 und S100x/1.25 Öl-Immersion

zusätzlich:
5er Revolver für 60x Objektiv
"Diskussionsaufsatz" mit C-Mount-Anschluss für CCD-Kamera.
Mikrometer Okular WF 10x

Gruss Jorge
Genieße jeden Tag, aber nicht jeden Pilz, es könnte sonst Dein Letzter sein
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#10
Hallo und guten Tag Jorge,

Zitat:nachdem ich mich von Euromex verabschiedet habe, merci, habe ich folgendes Mikroskop genauer im Visier:

Novex BLMS:

mit dem Novex BLMS kann ich mich einfach nicht „anfreunden“. Werde das Gerät in den nächsten Wochen testen und danach berichten. Zwei Sachen vorweg: Ein 60er Objektiv benötigst du nicht. Nicht heißt das es Kokolores ist, sondern vielmehr das du dich auf gute Objektive 4/10/40/100 konzentrieren solltest. Einige fortgeschrittene Mikroskopierer (Pilzkunde) setzen auf ein 60er aber wenn du mich fragst – muß man nicht haben. Diskussionsaufsatz – da meinst du sicherlich einen 2. Tubus für einen Fotoapparat ähnlich eines 3. Tubus bei einem Binokuklar-Mikroskop. Ist aus meiner Sicht hilfreich. CCD Kamera- zu einer solchen Kamera kann ich dir nicht raten, besser gesagt, abraten. Diese „Einsteckkameras“ benötigen zwar keine Adaption aber liefern nur mittelmäßige Bilder. Kannst du dir vorstellen was bei einem mittelmäßigem Mikroskop und einer ebenso mittelmäßigen Kamera raus kommt ?

Du sagtest in einem anderen Beitrag das wegen deiner Sehschwäche nur ein Mono in Frage kommt da du nur durch ein Okular schauen kannst. Was hältst du davon: Du kaufst ein Binokular-Mikro, schaust aber nur durch ein Okular und adaptierst an dem zweiten einen Fotopapparat. Habe das eben mal ausprobiert – klappt. Um dir das etwas „näher“ zu bringen füge ich ein Foto an auf dem du dies Adaption siehst. Fotoapparat und Mikroskop sind natürlich frei zu wählen und nicht wie auf dem Foto Nikon/Olympus.

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

[Bild: ada-001.jpg]

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